Wieder Tsunami in Indonesien

Oftmals trifft es gerade die Ärmsten besonders hart: Am Montag suchte erneut ein durch Erdbeben ausgelöster Tsunami Indonesien heim. Besonders betroffen ist die Insel Java. Ca. 180 km vor der Küste ereignete sich ein Seebeben der Stärke 7,7 und löste die Riesenwelle aus, die weite Küstenteile verwüstete. Bis jetzt wurden über 500 Tote geborgen. Das anlässlich des verheerenden Seebebens von 2004 in Auftrag gegebene Tsunami-Frühwarnsystem befindet sich derzeit noch im Aufbau und konnte daher die Katastrophe nicht verhindern. Besonders peinlich ist jedoch, dass japanische und hawaianische Mess-Stationen bereits eine Viertelstunde nach dem jetzigen Beben eine Tsunami-Warnung auslösten, die die indonesische Regierung jedoch nicht an ihre Bevölkerung weiterleitete, weil sie eine vermeintlich überflüssige Massenpanik vermeiden wollte. Eine Regierung, die Menschenleben derart gering schätzt, sollte zurücktreten….
(zum Hintergrund: www.sueddeutsche.de)

One Response to “Wieder Tsunami in Indonesien”

  1. dabear Says:

    Bei dieser Tsunamikatastrophe, und der vor eineinhalb Jahren, haben aber nicht nur die jetztigen Regierungen einiges an die Wand gesetzt.
    Den Ländern in dieser Region fehlt schon seit Jahrzehnten ein Gespür für die besondere geographische Lage ihrer Nationen.
    der massive Ausbau der Toursimusindustrie und der damit verbundene Abbau der natürlichen Korallenriffe, Mangrovenwälder und ähnlichem öffnet Katastrophen diesen Ausmaßes geradezu Tür und Tor. Darauf wurde schon vor eineinhalb Jahren hingewiesen. Küstenstücke bei denen Korallen, Mangroven und ählniches noch einigermaßen intakt waren hatte bei weitem nicht diese Zerstörungen erlebt.
    Leider ist der Tourismus in diesen Ländern ein Industriezweig der unentbehrlich ist.
    Deshalb wäre ein Umdenken in Sachen Tourismusangebot durchaus angebracht. Was spricht gegen das Anwerben eines anderen Tourismusklientels? Statt der Mallorca-Gruppe zielt man eben nun auf die Sylt-Gruppe indem man ihnen tolle Sandstrände und atemberaubende Natur statt plattbetonierter Billiggrillliegeplätzen bietet.
    Just my two Cents.

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