Bruno ist tot
Der seit Wochen durch Bayern, Tirol und die Medien geisternde Braunbär Bruno ist tot. Wie im Rundfunk berichtet wurde, ist er am Montagmorgen in der Nähe des Spitzingsees von Jägern erlegt worden. Tierschutzorganisationen sind empört, aber auch viele Bürger üben Kritik an der Vorgehensweise. Von Beschimpfungen und sogar Morddrohungen gegenüber den Schützen ist die Rede. Doch während der italienische WWF-Präsident Fulco Pratesi von einem “Akt der Barbarei” spricht, räumen seine österreichischen Kollegen ein, daß die Tötung Brunos gerechtfertigt sei: Sie sprechen von einem “Risikobären”, den man “beinahe verhaltensgestört nennen” könne…
June 27th, 2006 at 13:40
Tja, nun ist Bruno also in die ewigen Jagdgründe befördert worden. Eigentlich schade. Andererseits muss man sich schon fragen, ob diejenigen, die sich jetzt als Tierschützer ausgeben, und lautstark protestieren, noch ganz dicht sind. Niemand hat etwas gegen Bären in Bayern. Auch die Staatsregierung nicht. Man stelle sich aber vor, welches Geschrei es gegeben hätte, wenn der Bär eben doch eines Tages einen Menschen angegriffen hätte. Dann hätte es sofort geheißen: Das war absehbar. Warum hat man dagegen nicht vorgebeugt ?! Vielleicht schafft man es ja tatsächlich, auch in Bayern wieder Bären auszuwildern. Dann aber solche, die eine gesunde Scheu vor Menschen mitbringen. Die hatte Bruno nämlich gänzlich vermissen lassen. Leider.
June 27th, 2006 at 14:50
Hey, Superman das ist Deine Meinung meine ist gänzlich unterschiedlich! Wie können denn Länder wie Australien, Amerika es denn dann zulassen, dass es noch Krokodile gibt? Oder giftige Spinnen, Skorpione usw. müssten die denn nicht alle ausgerottet werden?
Diese bösen Lebewesen könnten und werden immer wider einen oder gar mehrere Menschen töten. Wir sind auch nur Lebewesen wir haben nicht mehr Recht auf dieser Erde zu verweilen als irgend ein anderer Erdenbewohner!
Was ist denn mit den Mördern, die wir nach spätestens 25 Jahren Zuchthaus wieder frei auf der Straße spazieren lassen, hätten die nicht auch besser erschossen werden sollen? Die verhalten sich genau wie Bruno, es sind quasi “Problembären” wie StoiBär sich so nett ausgedrückt hat!
June 28th, 2006 at 0:09
Der Unterschied an der ganzen Sache ist dass in Australien die Tiere normalerweiße auch nicht an Menschliche Siedlungen rankommen, genau wie die “normalen” Bären. Falls doch werden sie genau so erschossen… Gegen Bären hat hier normalerweiße niemand was, so lange sie sich schön von Menschlichen Siedlungsgebieten fernhalten. Ich für meinen Teil will eigentlich net gerade nen wilden Bär in meinem Hof haben…
June 28th, 2006 at 8:27
Eben. Bären, die sich “normal” verhalten, sind scheu! Sie haben Angst vor Menschen und gehen ihnen aus dem Weg. Ich würde deshalb eine Ansiedelung von Bären in Bayern sogar ausdrücklich begrüßen! Und ich finde, die Bayerische Staatsregierung sollte sich ein Beispiel an Österreich nehmen und ein richtiges Wildtier-”Management” aufbauen, das ausgesetzte Bären im Auge behält. Ein Bär aber, der sich so auffällig verhält wie Bruno, ist dafür ungeeignet - das sieht sogar der WWF so! In Gebieten wie den Alpen, in denen viele Wanderer und Bergsteiger unterwegs sind, ist ein gesunder Respekt der Bären vor Menschen unabdingbar. Aber immerhin ist es Brunos Verdienst, dass wir uns in Bayern überhaupt darüber unterhalten, Bären wieder anzusiedeln….
June 28th, 2006 at 14:34
So traurig es vielleicht auch ist, daß man den Bären nun erschossen hat, so unglaublich finde ich es auch, was für einen Zirkus man darum macht. Man könnte meinen, es gäbe nichts Wichtigeres in diesem Land. Andere Nationen schütteln doch nur den Kopf, wenn sie mitkriegen, daß hierzulande Morddrohungen ausgesprochen werden, weil Politiker sich dazu entschlossen haben, ein unkontrollierbares wildes Tier, von dem zweifelsfrei eine Bedrohung ausgeht, zum Abschuß freizugeben. Wehe, der Bär hätte seinen Hunger auf einem Kinderspielplatz gestillt, dann wäre das Geschrei groß gewesen; aber für ein Hätte oder Würde wäre es dann zu spät gewesen…